Altersvorsorgedepot 2027: So sichern Sie sich die Förderung als Selbstständiger

Mit dem geplanten Altersvorsorgedepot profitieren ab 2027 erstmals auch Selbstständige und Freiberufler von einer staatlich geförderten Vorsorge. Informieren Sie sich frühzeitig in unserem FYRST-Ratgeber – und schaffen Sie mit dem Altersvorsorgedepot einen sicheren Plan in Ihre finanzielle Zukunft.

  • Smarter Vermögensaufbau für Selbstständige & Gründer
  • Staatliche Förderung: bis zu 540 Euro im Jahr geschenkt
  • Gründer-Bonus: Berufseinsteiger-Bonus von 200 Euro geplant
  • Flexibel investieren in Investmentfonds, ETFs und Aktienfonds

Altersvorsorgedepot: Das Wichtigste in Kürze

  • Attraktive Neuerung für Selbstständige: Insbesondere für Selbstständige, Freiberufler, Gründer und Unternehmen eröffnet das Modell erstmals attraktive Fördermöglichkeiten.
  • 100 % Flexibilität: Sie bestimmen selbst, in welche ETFs, Fonds oder zertifizierte Anlageprodukte Sie Ihr Geld investieren.
  • Das geplante Altersvorsorgedepot soll flexibel, transparent und einfach sein - und damit Altersvorsorgeprodukte attraktiv machen.
  • Die gesetzliche Grundlage wurde bereits beschlossen, die konkreten Produktdetails müssen noch ausgearbeitet werden.

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist eine geplante neue Form der privaten Altersvorsorge, die offiziell ab dem 1. Januar 2027 eingeführt werden soll. Das Altersvorsorgemodell ist als Nachfolger der klassischen Riesterrente geplant und setzt stärker auf Kapitalmarktanlagen wie ETFs und Fonds. Im Mittelpunkt stehen dabei:

  • mehr Flexibilität
  • höhere Renditechancen
  • Kostenersparnis
  • staatliche Förderung von Selbstständigen, Freiberuflern und Gründern
  • zukunftsfähige, individuelle Altersvorsorge

Wann startet das neue Altersvorsorgedepot?

Selbstständige tragen Verantwortung – nicht nur für ihr Unternehmen und ihre Kunden, sondern auch für ihre Zukunft. Anders als bei Angestellten müssen Selbstständige, Gründer und Freiberufler ihre finanzielle Absicherung im Alter oftmals eigenverantwortlich organisieren. Mit dem Altersvorsorgedepot als Ablöse-Modell der Riester-Rente ändert sich die Ausgangssituation grundlegend.

Das geplante Altersvorsorgedepot soll ab Januar 2027 starten und wird durch die Bundesregierung gefördert. Das neue Altersvorsorgedepot soll renditestarke Anlagen in ETFs oder Fonds ohne Garantiezwang ermöglichen und sowie eine vereinfachte Förderung, wodurch die private Absicherung endlich zeitgemäß wird. Das Altersvorsorgedepot soll die bisherige Riester-Rente ablösen und Selbstständige und Freiberufler bei modernen ETF- und Fondsstrategien fördern, ohne an eine starre Beitragsgarantie gebunden zu sein.

In 3 Schritten zur staatlichen Depot-Förderung 2027

Das neue Altersvorsorgedepot 2027 ist eine wichtige Neuerung für Selbstständige. Da jeder Selbstständige ab Tag 1 direkt förderberechtigt ist, sollten Sie direkt zum Jahreswechsel starten, um ab dem derzeit geplanten Start am 1. Januar direkt von den Zuschüssen zu profitieren.

  1. Depot eröffnen & Zertifizierung prüfen

    • Anbieter wählen: Eröffnen Sie ab 2027 ein spezielles Altersvorsorgedepot bei Ihrer Geschäftsbank bzw. in Ihrem Geschäftskonto, einem Fondsanbieter oder einem renommierten Neobroker.
    • Zertifizierung beachten: Das Depot muss offiziell staatlich zertifiziert sein, damit die Förderfähigkeit gegeben ist.
    • Anlagestrategie festlegen: In Ihrem Depot wählen Sie die passenden ETFs oder Fonds aus. Da es keine Beitragsgarantie mehr geben wird, steigen Ihre Renditechancen deutlich.
  2. Dauerauftrag einrichten & Einzahlung

    • Mindestbeitrag einzahlen: Zahlen Sie den Mindestbetrag von 120 Euro pro Jahr (also 10 Euro im Monat) ein, um förderberechtigt zu sein.
    • Förderung maximieren: Richten Sie einen monatlichen Dauerauftrag von mindestens 120 Euro ein.
    • Höchstgrenze nutzen: Um die vollen 540 Euro Zulage zu erhalten, müssen Sie genau 1.800 Euro pro Jahr einzahlen. Das entspricht 150 Euro im Monat.
    • Sie können für den steuerbegünstigten Vermögensaufbau aber bis zu 6.840 Euro jährlich einzahlen. Beim Altersvorsorgedepot soll alles bis zu 6.840 Euro im Jahr steuerfrei angelegt werden können. Jede Dividende und jeder Kursgewinn sollen ohne Abzüge zu 100 % reinvestiert werden. Dadurch entsteht auf lange Sicht ein enormer Zinseszins-Effekt.
  3. Zulagenantrag stellen & Förderung kassieren

    • Dauerzulagenantrag nutzen: Erteilen Sie Ihrem Depotanbieter einen Dauerzulagenantrag direkt bei der Depoteröffnung.
    • Automatische Gutschrift: Der Anbieter fordert die Grundzulage von maximal 540 € (und ggf. Kinderzulagen) jährlich automatisiert für Sie an.
    • Reinvestition abwarten: Die Zulage wird direkt in Ihr Depot eingezahlt und fließt automatisch in Ihre gewählten ETFs oder Fonds, um den Zinseszins-Effekt zu maximieren.

Wie soll das Altersvorsorgedepot funktionieren?

Das Altersvorsorgedepot soll ab 2027 Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmen eine moderne Form der staatlich geförderten Altersvorsorge ermöglichen. Die Idee dahinter: Anstatt auf klassische Vorsorgemodelle mit festen Einzahlungen und Garantien zu setzen, basiert das neue Altersvorsorgedepot auf einem langfristigen Vermögensaufbau – beispielsweise über ETFs, Fonds oder andere Kapitalmarktanlagen. Dadurch können Selbstständige die Renditechancen des Kapitalmarktes nutzen und Ihr Vermögen Schritt für Schritt aufbauen.

Die geplanten Eckpunkte des Altersvorsorgedepots ab 2027:*

  • Investition ohne Garantiepflicht: Im Gegensatz zu Riester entfällt die 100-Prozent-Beitragsgarantie. Sparer können ihr Geld zu 100 % in Aktien-ETFs, Fonds oder Anleihen anlegen, was deutlich höhere Renditechancen ermöglicht.
  • Kein teurer Versicherungsmantel: Das Depot kann direkt bei Banken, Fondsgesellschaften oder Neo-Brokern geführt werden, wodurch die hohen Abschluss- und Verwaltungskosten klassischer Rentenversicherungen entfallen.

 

 

* Hinweis: Das Altersvorsorgedepot wurde offiziell beschlossen, dennoch werden bis zum geplanten Start  im Januar 2027 noch die technischen Verordnungen und genauen Detail-Regeln ausgearbeitet. Detailregelungen können sich bis zum Start noch verändern. 

Vereinfachte Grundzulage: Unabhängig vom Einkommen gibt es für jeden eingezahlten Euro ab dem Mindestbetrag eine feste staatliche Förderung.

  • Einzahlender Mindestbeitrag: Um eine Förderung zu erhalten, müssen Selbstständige mindestens 120 Euro pro Jahr (10 Euro im Monat) einzahlen.
  • Keine unbegrenzte Förderung: Die maximale Einzahlungsgrenze für das Altersvorsorgedepot liegt zwar bei 6.840 Euro jährlich, jedoch werden Beträge über 1.800 Euro hinaus nicht mehr bezuschusst. Sie laufen aber steuerfrei im Depot weiter.
  • 50 % Zulage auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag (maximal 180 Euro)
  • 25 % Zulage auf weitere Einzahlungen bis maximal 1.800 Euro Gesamtbeitrag (maximal 360 Euro)
  • Daraus ergibt sich eine maximale Grundzulage von 540 Euro pro Jahr bei 1.800 Euro Eigeninvestition

 

Zusätzliche Boni bzw. Förderungen des Altersvorsorgedepots durch Zuschüsse:

  • Für Kinder gibt es eine Zulage von 300 Euro pro Kind
  • Geringverdiener (unter 26.250 Euro Bruttoeinkommen) erhalten jährlich 175 Euro extra
  • Gründer- bzw. Berufseinsteiger-Bonus: Junge Sparer unter 25 Jahren einen einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro

Steuerliche Begünstigung in der Ansparphase: Gewinne und Dividenden innerhalb des Depots bleiben während der Ansparphase steuerbegünstigt. Erst bei der Auszahlung im Alter greift die nachgelagerte Besteuerung.

Auszahlung im Alter: Das Geld kann ab dem 65. Lebensjahr flexibel als strukturierter Auszahlungsplan bis mindestens zum 85. Geburtstag oder als lebenslange Leibrente genutzt werden. Bis zu 30 % des Kapitals können zu Beginn auf einmal entnommen werden.

 

Was sind Vorteile und Nachteile des neuen Depots?

Besonders für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen wird das neue Altersvorsorgedepot interessant werden, weil staatliche Förderungen, steuerliche Vorteile und ETF-basierte Geldanlagen flexibel und stärker kombiniert werden können. Gleichzeitig gibt es, wie bei jeder Form der Kapitalanlage, ebenfalls einige Punkte, die Anleger kennen sollten. Wir haben die wichtigsten Vorteile und Nachteile des geplanten Altersvorsorgedepots für Selbstständige (nach aktuellem Stand) zusammengefasst:

Vorteile Nachteile
Alle Selbstständigen profitieren von staatlicher Förderung: Ab 2027 dürfen erstmals dürfen auch Selbstständige ohne Rentenversicherungspflicht die staatliche Förderung nutzen. Attraktive Zulagen und Steuervorteile sollen allen Selbstständigen, Freiberuflern und Gründern Anreize für die private Altersvorsorge bieten.  

Mögliche Kursschwankungen am Kapitalmarkt: ETFs und Fonds können kurzzeitig an Wert verlieren.

Höhere Renditechancen durch ETFs und Fonds: Im Vergleich zu klassischen Vorsorge-Modellen und -Produkten sollen langfristig höhere Renditechancen ermöglicht werden. 

Langfristige Bindung des Kapitals: Die Altersvorsorge ist auf den Ruhestand ausgelegt und nicht als kurzfristiges Depot mit Verfügbarkeit gedacht. Das Geld ist also bis zum Renteneintritt gebunden und eine vorzeitige Geldentnahme hat eine Zurückzahlung der Steuervorteile zur Folge.

Mehr Flexibilität als bei Riester-Rente: Das Altersvorsorgedepot soll transparenter, moderner und einfacher aufgebaut sein.

Gesetzliche Details nicht final geklärt: Viele konkrete Förderbedingungen und Regelungen werden derzeit noch ausgearbeitet.

Digitale Altersvorsorge mit Depot-Lösungen: Anleger können Ihr Altersvorsorgedepot ab 2027 einfach online verwalten und flexibel anpassen.

Politische Änderungen möglich: Gesetzliche Rahmenbedingungen können sich bei der Ausarbeitung noch verändern.

 

Verbesserte Garantievorgaben: Die geplante Altersvorsorgereform soll höhere Aktienquoten ermöglichen und damit gleichzeitig mehr Wachstumspotenzial bieten. Eingeschränkte Auswahl an Wertpapieren: Das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot erlaubt nur breit gestreute Fonds, ETFs (bis Risikoklasse 5), europäische Staatsanleihen und Geldmarktfonds, während Einzelaktien, Krypto und Hebelprodukte ausgeschlossen sind. Wer diese riskanteren Werte dennoch handeln möchte, muss dafür zwingend ein zusätzliches, klassisches Depot nutzen.
   

Fazit: Das Altersvorsorgedepot ist 2027 eine der spannendsten Neuerungen für die private Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler. Vor allem die Kombination aus staatlicher Förderung, möglichen Steuervorteilen und langfristigem Vermögensaufbau über ETFs macht das Vorsorge-Modell Depot für eine breite Zielgruppe attraktiv.

Auch wenn noch nicht alle gesetzlichen Details der Regulatorien final bestimmt und feststehen, zeigt die Reform bereits jetzt deutlich die Vorteile: moderne, flexible und an den Kapitalmarkt orientierte Altersvorsorge, die zukunftsfähig und an die moderne Selbstständigkeit angepasst ist.

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Warum soll das neue Altersvorsorgedepot 2027 die Riester-Rente ablösen?

Die klassische Riester-Rente, wie sie aktuell von etwa 9,9 Millionen Menschen in aktiver Vertragsführung genutzt wird, steht seit Jahren stark in der Kritik. Verbraucher kritisieren dabei vor allem hohe Kosten, komplizierte Vertragsmodelle und die vergleichsweise geringen Renditechancen, weshalb in den letzten Jahren die Zahlen sehr rückläufig sind. Nach Schätzungen der Statistik durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zur privaten Altersvorsorge und Riester-Rente ruhen etwa ein Fünftel bis ein Viertel der Riester-Verträge und es werden keine neuen Beiträge mehr eingezahlt. Insbesondere unter Anbetracht der niedrigen Zinsen gilt die Riester-Rente für viele Selbstständige und Sparer als unattraktiv und wenig renditestark. Genau hier setzt das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 an.

Mit der geplanten Altersvorsorgereform möchte die Bundesregierung die private Altersvorsorge moderner, flexibler und finanziell attraktiver gestalten, stärker ausgerichtet auf einen langfristigen Vermögensaufbau. Anstelle der klassischen Riester-Rente mit starren Einzahlungsstrukturen sollen Selbstständige in Zukunft in ETFs und Fonds investieren und dadurch von höheren Renditechancen und dem Kapitalmarkt profitieren.

Neuerungen gibt es auch Garantievorgaben: Das neue Altersvorsorgedepot sieht eine Lockerung der Garantievorgaben vor. Ziel ist es, höhere Aktienquoten zu ermöglichen und eine moderne, flexible Anlagestrategie zu schaffen. Dabei sollen gleichzeitig die staatliche Förderung greifen, die durch Bezuschussung und Steuervorteile besonders attraktive Zugewinne ermöglicht.Vor allem Selbstständige, Freiberufler, Gründer und Unternehmen profitieren von diesem neuen Altersvorsorgemodell, da sie eine flexible Lösung zum Sparen für die Altersvorsorge erhalten mit langfristigem Wachstumspotenzial und beim Sparen Geld vom Staat geschenkt erhalten.

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