ISO 20022 Migration – Es ist Zeit zu handeln!

Die Einführung von ISO 20022 Zahlungsanweisungen wird alle Geschäftskunden betreffen. Hinter diesem Begriff verbirgt sich die weltweite Umstellung der Finanzkommunikation auf einen einheitlichen, modernen Datenstandard. Die ISO 20022 Migration ersetzt veraltete Nachrichtenformate (wie SWIFT MT) durch das XML-Format. Ziel ist es, den Zahlungsverkehr schneller, transparenter und besser automatisierbar zu gestalten.

Erfahren Sie, was die Migration nach ISO 20022 für Unternehmen im Allgemeinen bedeutet und welche Vorteile sie mit sich bringt.

Die wichtigsten Informationen

Die Einführung des ISO 20022-Standards bringt wesentliche Änderungen im weltweiten Zahlungsverkehr mit sich, die auch Ihre Zahlungsabwicklung betreffen.

Altformate wie DTAZV, ISO pain Versionsfamilie 2006, SEPA Deutsche Kreditwirtschaft (DK)-Standard vor DFÜ-Anlage 3 Version 3.0, SWIFT MT101, SAP IDOC und EDIFACT werden von FYRST ab November 2026 nicht mehr unterstützt. CSV-Formate sind von der Abschaltung bis auf Weiteres nicht betroffen. Ab November 2026 werden im XML-Format für Überweisungen und Lastschriften nur die Versionen pain.001 v9 / pain.001 v3 und pain.008 v8/ pain.008 v2 unterstützt.

Was bedeutet das für Sie?

  • Mit der Änderung ist nur noch die strukturierte oder hybride Adressangabe mit mindestens Stadt und Land in Ihren Zahlungsanweisungen erlaubt. Ausschließlich unstrukturierte Adresszeilen sind ab November 2026 nicht mehr zugelassen.
  • Ab November 2026 müssen internationale und eilige Zahlungen außerhalb des EU-/EWR-Raums Adressinformationen enthalten. Für abweichende Zahler und abweichende Begünstigte ist bereits seit November 2025 bei Angabe der Adresse nur noch die strukturierte oder hybride Form erlaubt.
  • Für SEPA-Zahlungen und Lastschriften sind Adressangaben des Zahlers, wenn ein Teil der Zahlung außerhalb der EU/des EWR stattfindet, bereits heute verpflichtend. Bei Angabe eines abweichenden Zahlers bzw. abweichenden Begünstigten sind grundsätzlich keine Adressangaben erlaubt.

In den letzten Jahren konzentrierte sich die ISO-20022-Migration auf Interbank Messaging. Heute blicken wir auf die Umsetzungserfordernisse unserer Kunden, um den Markt auf den Termin November 2026 vorzubereiten. Für die anwendbaren Zahlungsarten müssen Unternehmen darauf vorbereitet sein,

  • vollständig strukturierte oder hybride Postanschriften (mindestens Länder- und Ortsinformationen als strukturierte Elemente) und
  • gegebenenfalls regulatorische Informationen undendgültige Gläubiger-/Debitoreninformationen und
  • abweichende Zahler- bzw. abweichende Begünstigten-Informationen

in ihren XML-basierten Zahlungsformaten zu senden.

Hintergrund

Die neuen ISO 20022-basierten Formate werden nicht nur eine effizientere Zahlungsabwicklung ermöglichen, sondern bieten auch folgende Vorteile:

  • Eine verbesserte Zahlungszuordnung bzw. Abstimmungsprozesse in Ihren Systemen
  • Stärkere Automatisierung durch die angereicherte Datenstruktur
  • Höhere Transparenz durch die Nutzung dedizierter Informationsfelder

Chancen

Alle Informationen zu ISO 20022 finden Sie auf der Seite der Deutschen Bank